Kinderwagen Test 2017 der Stiftung Warentest

Seit Anfang des Jahres gibt es den neuen Kinderwagen Test 2017 der Stiftung Warentest und bringt überraschende Ergebnisse mit. Eine Untersuchung von 12 Kinderwagen durch das renommierte Prüfinstitut hat ergeben, dass nur wenige Modelle wirklich überzeugen konnten. Welche Kinderwagen-Modelle werden von Stiftung Warentest empfohlen und welche sind durchweg durchgefallen?

 

Insgesamt haben drei Modelle mit Bravour überzeugt:

Britax Go Big (Testnote: 2,1)Der Britax Go Big Kinderwagen gilt als hervorragender Testsieger. Er fährt auf allen Untergründen sicher, überzeugt mit unkomplizierter Handhabung und enthält keine Schadstoffe. Nachteil: In der Dunkelheit ist der Kinderwagen spärlich zu erkennen.
ABC Design Condor 4 (Testnote: 2,2)Der Kinderwagen kostet 600 Euro und erzielt das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Vorteile liegen klar und deutlich bei der Federung und bei den sehr guten Bremsen. Allerdings kann ein längerer Spaziergang schnell ungemütlich werden, da der Sitzwinkel sich wenig verstellen lässt.
Joolz Geo Earth (Testnote: 2,4)Dieses Modell liegt in der obersten Preisklasse bei etwa 1.000 Euro. Hier sind kaum Schadstoffe vorzufinden. Die Kinder bis zum 10. Lebensmonat haben ausreichend Platz in der integrierten Tragetasche. Auch bei diesem Kinderwagen ist der Sitzwinkel nicht veränderbar.

Dieses Modell liegt in der obersten Preisklasse bei etwa 1.000 Euro. Hier sind kaum Schadstoffe vorzufinden. Die Kinder bis zum 10. Lebensmonat haben ausreichend Platz in der integrierten Tragetasche. Auch bei diesem Kinderwagen ist der Sitzwinkel nicht veränderbar.


Kinderwagen Test 2017 der Stiftung Warentest bewertet 9 Kinderwagen als „schlecht“

Zwei weitere Modelle bekamen die Testergebnisse „befriedigend“, drei Kinderwagen „ausreichend“ und vier weitere Modelle „mangelhaft“. Die Gründe für die schlechten Testurteile liegen bei den Schadstoffen in den Sitzen und Griffen mitsamt Kippgefahr.

Die Überraschung lag eindeutig bei dem teuersten Kinderwagen Bugaboo Buffalo. Dieser wurde mit dem Testurteil „mangelhaft“ abgepfercht. Das liegt insbesondere an dem Flammenschutzmittel Tris-Dichlorpropylphosphat (kurz für TDCPP), welches im Schiebegriff aufzufinden war. Dabei überstieg der europäische Grenzwert um ein Vielfaches. Das chemische Mittel gilt als krebserregend. Die Stiftung Warentest legt die Grenzwerte für Kleinkinderspielzeuge fest. Allerdings haben die Materialien in den Vorrichtungen der Kinderwagen wie zum Beispiel in den Schiebegriffen die Grenzwerte um ein Vielfaches überschritten.

Schadstoffbelastung lässt Modelle „mangelhaft“ erscheinen

Drei weitere Kinderwagen haben im Kinderwagen Test der Stiftung Warentest wegen Schadstoffbelastungen mit der Testnote „mangelhaft“ abgeschnitten. Dazu zählen die Modelle: Bergsteiger Capri, Teutonia Bliss und Knorr-Baby Noxxer. Die Kritikpunkte waren die Anteile an PAK Naphthalin, ein polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoff. Auch dieser chemische Stoff erregt unter Umständen Krebs. Der Test hat ergeben, dass eine deutliche Belastung des Naphthalins vorhanden ist. Bei Regenhauben und bei Schiebegriffen unterschiedlicher Hersteller wurde PAK Naphthalin festgestellt. Darüber hinaus wurde beim Knorr-Baby Noxxer Modell außerdem eine erhöhte Kippgefahr moniert. Dieses Kippproblem gab es auch beim Modell Bergsteiger Capri und Naturkind Varius Pro. Für das korrekte Befestigen des Sitzes müssen vier Metallstifte in das Fahrgestell eingebracht werden. Der Kinderwagen Naturkind wies keine Schadstoffe auf, zählte in den meisten Kategorien zu den Testsiegern und erreichte endgültig die Testnote „ausreichend“.

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